Posts Tagged “bremen”
Die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Studie liegen nun vor und es gibt tatsächlich gute Nachrichten.
1. Sachsen ist deutschlandweit jetzt Spitzenreiter und hat die Bayern damit abgelöst. Vergleicht man die Bundesländern jeweils mit kompletten Staaten, muß sich Sachsen lediglich Finnland geschlagen geben. Das ist wirklich ein gutes Ergebnis!
2. Bremen… muß ich weiter schreiben? Okay, sehen wir es positiv und vergleichen international: Italien, Portugal, Griechenland, Türkei und Mexiko haben noch schlechter abgeschnitten als unser stolzer Stadtstaat. Es war vorauszusehen: Im nationalen Vergleich ist Bremen wieder einmal letzter.
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Einfach den Artikel lesen, dann sollte jeder eine Ahnung haben, warum ich auf die Frage nach dem Bremer Elendsviertel immer lache und antworte: “Das Elendsvierel? Wir haben da eine stolze Auswahl anzubieten.” Herrje, haben die Kinder keine Hausaufgaben zu machen?
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Saarbrücken, Völklingen, Bous, Saarlouis, Dillingen, Beckingen, Merzig, Saarburg, Konz, Trier, Wittlich, Bullay, Cochem, Treis-Karden, Kobern-Gondorf, Koblenz, Andernach, Bad Breisig, Sinzig, Remagen, Oberwinter, Bad Godesberg, Bonn, Brühl, Köln, Leverkusen, Düsseldorf, Duisburg, Mülheim, Essen, Wattenscheid, Bochum, Dortmund, Kamen, Hamm, Heessen, Ahlen, Neubeckum, Oelde, Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh, Bielefeld, Herford, Löhne, Bad Oeynhausen, Porta Westfalica, Minden, Bückeburg, Stadthagen, Haste, Wunstorf, Neustadt am Rübenberge, Nienburg, Eystrup, Dörverden, Verden, Achim, Bremen - dank meines Trips mit der Bahn habe ich am Sonntag in etwa elfeinhalb Stunden die Bahnhöfe von fast 60 Städten bewundern dürfen. Eigentlich wäre es etwas schneller gegangen, aber unterwegs mußten ja Kinder auf den Gleisen spielen, so daß mein Zug notgedrungen zur Bummelbahn wurde und wir somit den Anschlußzug verpassten. Vielen Dank, liebe Kinder! Wegen Euch mußte ich fast eine Stunde in Wunstorf auf den nächsten Zug warten. Wunstorf! Um zehn Uhr abends! Kann ich jedem empfehlen!
Natürlich hätte ich die Strecke wesentlich schneller zurücklegen können, aber ich Knicker bin natürlich mit dem “Wochenendticket” für 35 Euro gefahren. Leider gilt dieses Ticket nur für Regionalverbindungen, aber legt mal 600 km an einem Tag für weniger Geld zurück.
Die Reise selbst war jedenfalls ganz interessant, was vor allem an einem Mitreisenden aus Rumänien lag. Getroffen habe ich ihn in Düsseldorf, wo ich zufällig mitbekam, daß er ebenfalls nach Bremen wollte. Als ich hörte, wohin er fahren wollte, habe ich ihm angeboten, ihn nach Bremen zu “führen”. Das Problem war nämlich, daß er kein Wort Deutsch konnte und ebenso wenig Englisch und ich verstehe nunmal ebenso wenig Rumänisch. Aber er hat einfach drauflos erzählt und aus den Sprachen, die ich irgendwann mal gelernt hatte oder immer noch spreche, habe ich vieles rekonstruieren können, so daß ich ihn ganz gut verstand. Ein junges Mädchen, das uns gegenüber saß, hielt seine Sprache allerdings für Französisch (vielleicht hat sie uns deshalb so fasziniert angesehen).
Kurz bevor wir in Bremen ankamen, führte der Schaffner noch zwei jugendliche Schwarzfahrer an uns vorbei Richtung Ausgang, die gar nicht erfreut waren und ihn beschimpften und ihm sogar mit rechtlichen Konsequenzen drohten. Als wären sie zum Schwarzfahren gezwungen worden…
Ja, die Fahrt war sehr interessant. Aber das nächste Mal fahre ich vielleicht doch lieber wieder mit einer weniger interessanten Fahrgemeinschaft.
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Seit einiger Zeit stehe ich regelmäßig vor dem Problem, 600 km möglichst billig zurückzulegen. Ein eigenes Auto habe ich im Moment leider nicht - außerdem ist eine Fahrt im eigenen Automobil meist nicht die günstigste Möglichkeit zu reisen. Die Deutsche Bahn ist ziemlich teuer, wenn man nicht gerade mit dem Wochenendticket unterwegs ist (und falls doch, sollte man etwas Zeit mitbringen - ungefähr elf Stunden für 600 km). Schlußendlich habe ich mir eine Fahrgemeinschaft gesucht und auch tatsächlich über ein entsprechendes Portal im Internet einen Fahrer gefunden.
Freitag bin ich also zum ersten Mal mit einer Fahrgemeinschaft quer durch’s Land gefahren, wie aufregend! Der Fahrer war ein Zeitsoldat, der beinahe jedes Wochenende nach Hause fährt, um Frau und Kinder zu besuchen. Außer mir gab es noch zwei weitere Mitfahrer: Einen jungen Mann aus Indien, der kaum ein Wort gesagt hat (weil er auch kaum ein Wort verstanden hat) und eine Studentin aus Münster, die ihren Freund besucht hat. Das Auto war ein ziemlich neuer, ziemlich tiefer gelegter und ziemlich hart gefederter Opel Corsa, der die Autobahnfahrt zwar nicht zu einem Vergnügen gemacht hat, aber immerhin sind wir trotz einiger kleinerer Staus relativ schnell angekommen.
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[Nach diesem Titel ist klar: Es geht nicht um Bildungspolitik.]
Aber Tatsache: Bremen hat als erstes Bundesland ein generelles Tempolimit eingeführt. Seit gestern geht es mit maximal Tempo 120 über die Autobahnen (so gelesen bei SpOn).
“Betroffen sind 60 km Autobahn.” Von diesen Autobahnkilometern sind die meisten ohnehin mit einem Tempolimit irgendwo zwischen 60 und 80 km/h belegt oder man kommt ohnehin nicht schneller vorwärts. Laut SpOn-Artikel bemerkt man vom neuen Tempolimit lediglich auf einem ca. 6 km langen Teilstück der A27 Richtung Bremerhaven eine Veränderung - nach meiner Erfahrung könnte die Schätzung stimmen. Bleiben also zwei Fragen offen:
- Hat die Einführung des Tempolimits in Bremen die selben Umstände wie schwarz-grün in Hamburg? ["Wenn's nicht klappt, war es nur ein dusseliger Stadtstaat - wenn es überhaupt jemand von außerhalb bemerkt."]
- Wie lange hat die Regierungskoalition gebraucht, um sich auf diese sensationelle Maßnahme zu einigen?
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Sehr geehrter Herr G.,
in Bezug auf Ihren Kommentar vom 06.04.2008 antworte ich hiermit: Dieses Weblog ist nicht vom Schnee eingefroren worden .
So. Ja… Womit füllen wir diesen Beitrag? Am Besten mit Wochenend-Geschichten:
- Am Freitag habe ich meinen persönlichen BSAG-Rekord aufgestellt: Ca. 3,5 Stunden habe ich in Bussen und Straßenbahnen zugebracht und dabei fünf Mal die Linie 24 benutzt (3x hin, 2x zurück).
- Normalerweise ärgere ich mich darüber, daß ich am Leeraner Haupt(*kicher*)bahnhof eine knappe Viertelstunde auf den Zug warten darf, nachdem man mit dem Bus dort angekommen ist. Wenn man aber erstmal erlebt hat, wie der Bus mit 25 km/h über die Bundesstraße gezuckelt ist (weil der Fahrer eines Mofarollers partout nicht den Radweg benutzen konnte/wollte!), ist man sehr froh über dieses Zeitpolster.
- Meine Oma hatte mehr Geburtstagsgäste als der “Doc” - allerdings hatte sie auch fast dreimal so viel Zeit, um genug Leute kennenzulernen. Kinder und Enkel in die Welt zu setzen kann hierbei auch gern als “Schummeln” betrachtet werden.
Uuuund: Meine Internetverbindung ist heute für’n…
Edit: Yuh Tjub hat mein Video gelöscht. Da hat mein Todeskuss wieder einmal gewirkt…
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Als ich gerade in meinen Statistiken geblättert habe, fiel mir auf, daß irgendein Besucher auf mein tapferes kleines Weblog verwiesen wurde, als er/sie nach “woltmershausen ghetto” gesucht hat. Falls Sie, geehrte(r) Besucher(in), hier noch einmal reinschneien, hätte ich gern eine Frage beantwortet, die ich mir seit einiger Zeit stelle: “Wie schlimm ist dieses Viertel eigentlich?”
Gewiss, Woltmershausen ist nicht unbedingt Bremens Szene-Viertel. Auch trifft man beim Busfahren oder Einkaufen im Vergleich zu Schwachhausen oder Horn-Lehe auf mehr Menschen, die vermutlich nie in die Verlegenheit kommen werden, Kapitalertragssteuern zahlen zu müssen. Aber - Wort drauf! - man kann meiner Meinung nach (1)relativ risikofrei (2)mitten in der Nacht (3)ziemlich angeheitert nach Hause spazieren, ohne am nächsten Morgen ohne Brieftasche, Kleidung oder wichtige Organe aufzuwachen. Ich vermute ohnehin, wenn man den Rembertiringerst verlassen hat, ist das Schlimmste geschafft.
Ansonsten gab es letztes Jahr eine Studie, wonach in Woltmershausen etwa ein Drittel aller Kinder in Haushalten aufwachsen, die von Armut betroffen sind. Natürlich klingt das viel - in Bremen landet dieses Viertel damit allerdings immer noch im Mittelfeld. Das bedeutet entweder Gutes für Woltmershausen oder Schlechtes für Bremen. Naja, für die Höhe der Miete ist es definitiv gut .
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Meine neue Hausautobahn ist fertiggestellt: Der Schwerlastverkehr Richtung Neustädter Hafen bewegt sich ab sofort über die A281, anstatt sich freitags um fünf in einer drei Kilometer langen Kolonne an den Schrebergärten vorbei zu quälen.

Paradoxerweise ist die Abfahrt allerdings so weit von der Oldenburger Straße entfernt, daß Besucher, die mit dem Auto zu mir kommen wollen, sich gar keinen neuen Weg zu merken brauchen - der alte ist kürzer. Also: Schicke neue Autobahn, hab’ ich aber nix von.
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Vom unerschöpflichen Schwarzen Brett auf bremen.de:
Suche einen Tätowierer der mir ein Tattoo mit den Maßen 10×7cm (ungefähr) auf den Ellenbogen tätowieren würde.
Bin erst 17, aber ich versuch’s hier trotzdem einfach mal.
Wenn sich jemand findet bitte mit Preisvorstellung einfach ‘ne Mail schicken.
Süß, oder?
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Bremen ist eine arme Stadt. Sie ist so arm, daß sie sich nicht einmal einen Moderator für den virtuellen “Marktplatz” leisten kann. Hier mein heutiger Favorit aus der Rubrik “Nebentätigkeiten & Aushilfsangebote”:
Wir zeigen Dir, wie Du mit ein paar Minuten Handarbeit 300 Euro auf die schnelle verdienen kannst. Und das bei freier & flexibler Zeiteinteilung - somit für Schülerinnen/Studentinnen/Hausfrauen bestes geeignet!
Na, was kann das sein? Es ist mit größter Wahrscheinlichkeit keine von den üblichen mies bezahlten Packtätigkeiten (falls doch, nehme ich alles zurück, was ich über Ausbeutung von Arbeitern im Niedriglohnsektor gesagt habe).
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